Qualitativ hochwertiger, frisch gerösteter Kaffee besitzt ein komplexes Zusammenspiel aus einer Vielfalt von Aromen. Für einen geschmacksintensiven Kaffeegenuss sind somit nicht nur die Qualität der Bohnen und die Verarbeitung beziehungsweise Röstung entscheidend, sondern auch die richtige Verpackung und Lagerung. Nach der Röstung entwickelt sich der Kaffee noch weiter. Er ist somit ein empfindliches Naturprodukt, dessen Geschmack sich im Laufe der Zeit verändern kann.
Es gibt verschiedene Faktoren, die auf Qualität und Aroma des gerösteten Kaffees Einfluss nehmen können. Dabei wird Kaffee – sowohl als ganze Bohne als auch gemahlen – zwar nicht von einem Tag auf den anderen direkt „schlecht“, aber die flüchtigen Aromastoffe können nach und nach verfliegen. Dadurch lässt das ursprüngliche vielfältige Geschmacksprofil nach.
Was sollte bei der Lagerung von Kaffee also beachtet werden? Wie wird Kaffee direkt nach der Röstung optimal verpackt und was kann man zuhause berücksichtigen, um die Aroma- und Geschmacksvielfalt möglichst lange zu bewahren?
Beim Rösten der Kaffeebohnen entstehen zahlreiche Verbindungen, die zum charakteristischen Duft und Geschmack beitragen. Ein Teil dieser Aromastoffe ist sehr flüchtig, sodass die Intensität durch verschiedene Einflüsse geringer werden kann. Je mehr der Kaffee diesen Faktoren ausgesetzt ist, desto schneller altert er und büßt an Qualität und Geschmack ein.
Ganze Kaffeebohnen besitzen dabei einen entscheidenden Vorteil, denn erst beim Mahlen wird die Bohne in zahlreiche kleine Partikel zerlegt, wodurch sich die Oberfläche erheblich vergrößert. Gemahlener Kaffee kann somit wesentlich stärker mit der Umgebungsluft reagieren und ist dadurch äußeren Einflüssen stärker ausgesetzt.
1. Sauerstoff
Umgebungsluft ist einer der größten Feinde für das Kaffeearoma, da der Kontakt mit Sauerstoff zur Kaffeeoxidation führt. Durch Oxidationsprozesse können sich unter anderem Aromastoffe und Öle verändern. Der Kaffee verliert dadurch nach und nach an aromatischer Komplexität und kann zunehmend flach oder abgestanden schmecken
Natürlich lässt es sich nie gänzlich vermeiden, dass Kaffee mit Luft in Berührung kommt. Bei jeder Entnahme von Kaffeebohnen beziehungsweise Kaffeepulver wird die Verpackung geöffnet und der Kaffee gelangt zwangsläufig mit Umgebungsluft in Kontakt. Wichtig ist es, die Tüte anschließend wieder fest zu verschließen. Die Kaffeepackungen von KBK besitzen dafür einen Aromaverschluss per Ziplock. Auch sollte der Bohnenbehälter eines Vollautomaten nicht für Wochen im Voraus vollständig befüllt werden. Die Bohnen sind dort in der Regel stärker Luft, Licht und Wärme ausgesetzt als in einer gut verschlossenen Verpackung.
2. Temperatur/Wärme
Auch vor Wärme sollte der Kaffee möglichst geschützt werden, da hohe Temperaturen die Oxidationsrate erhöhen und die Haltbarkeit des Kaffees senken können. Der Kaffee sollte deshalb nicht direkt neben dem Herd oder der Heizung im Winter gelagert werden. Besser eignet sich ein trockener Schrank bei möglichst gleichmäßiger Raumtemperatur.
„Kühl lagern“ bedeutet in diesem Zusammenhang allerdings nicht, dass der Kaffee in den Kühlschrank gehört. Zum einen befinden sich im Kühlschrank zahlreiche Lebensmittel mit intensiven Gerüchen, zum anderen können Temperaturwechsel und Feuchtigkeit problematisch werden und zur Bildung von Kondenswasser führen.
3. Licht
Der Oxidationsprozess kann auch durch Licht beschleunigt werden. Direkte Sonneneinstrahlung kann den Abbau beziehungsweise die Veränderung von Aromastoffen begünstigen und damit ebenfalls Einfluss auf den Geschmack nehmen. Daher sollte Kaffee immer lichtgeschützt aufbewahrt werden. Auch hier sind die Tüten, die wir bei KBK nutzen, bereits optimal geeignet. Wer seinen Kaffee dennoch umfüllen möchte, sollte eine lichtundurchlässige (sowie luftundurchlässige) Dose wählen oder – wenn es unbedingt ein Glasgefäß sein soll – das Behältnis in einen dunklen Küchenschrank stellen.
4. Feuchtigkeit
Geröstete Kaffeebohnen sollten trocken gelagert werden. Feuchtigkeit kann die Qualität beeinträchtigen und ist insbesondere in Verbindung mit starken Temperaturwechseln problematisch. Durch Feuchtigkeit kann Kaffeepulver verklumpen und einen muffigen Geruch oder Geschmack entwickeln. Nicht zuletzt kann Feuchtigkeit auch die Bildung von Schimmel begünstigen.
5. Fremdgerüche
Kaffee sollte außerdem nicht offen neben stark riechenden Lebensmitteln oder Gewürzen aufbewahrt werden. Gerösteter Kaffee kann Fremdgerüche aufnehmen, die anschließend das eigene Aromaprofil beeinträchtigen. Auch aus diesem Grund sollte die Verpackung fest verschlossen sein.
Mit dem Ende des Röstvorgangs ist die Entwicklung der Kaffeebohne noch nicht abgeschlossen. Während der Röstung entstehen Gase, insbesondere Kohlenstoffdioxid (CO2). Ein Teil davon verbleibt zunächst in der porösen Struktur der Bohne und wird anschließend nach und nach freigesetzt. Dieser Prozess wird Degasierung genannt und ist für die Aromaentwicklung des Kaffees mitentscheidend.
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass frisch gerösteter Kaffee sofort verwendet werden sollte. Tatsächlich kann es sinnvoll sein, frisch gerösteten Bohnen zunächst etwas Zeit zur Degasierung zu geben. Wie lange diese Ruhephase idealerweise dauert, hängt unter anderem vom Kaffee, vom Röstgrad und von der späteren Zubereitungsart ab. Das Röstdatum auf der Verpackung kann deshalb ein hilfreicher Anhaltspunkt sein.
Eine hochwertige, lichtundurchlässige und wiederverschließbare Originalverpackung eignet sich bereits sehr gut zur Aufbewahrung von Kaffee. Ein Vorteil ist, dass sich überschüssige Luft nach der Entnahme aus dem Beutel drücken lässt, bevor dieser wieder sorgfältig verschlossen wird.
Eine Kaffeedose kann sinnvoll sein, wenn sich die ursprüngliche Verpackung nicht zuverlässig verschließen lässt. Sie sollte möglichst luftdicht und lichtundurchlässig sein. Auch die Größe spielt eine Rolle: Befinden sich nur wenige Bohnen in einer sehr großen Dose, bleibt darin viel Luft zurück. Zudem sollte die Dose regelmäßig gereinigt und sorgfältig getrocknet werden, da sich mit der Zeit Kaffeeöle und feine Rückstände an den Innenflächen ablagern und den Geruch beziehungsweise Geschmack beeinträchtigen können.
Frisch geröstete Kaffeebohnen geben nach der Röstung weiterhin Kohlenstoffdioxid ab. Ein Aromaventil ermöglicht es diesem Gas, aus der Verpackung zu entweichen, während möglichst wenig Umgebungsluft in den Beutel gelangen soll.
Es ist wichtig, zwischen sensorischem Qualitätsverlust und Verderb zu unterscheiden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt weder aus, dass der Kaffee bis zu diesem Zeitpunkt sein Aroma behält, noch bedeutet es, dass er direkt am nächsten Tag ungenießbar ist.
Für den Aromaerhalt ist vor allem die Lagerung entscheidend. Wird Kaffee falsch aufbewahrt, kann er deutlich vor dem MHD an Aroma einbüßen – oder sogar verderben. Hat der Kaffee lediglich an Aroma verloren, kann er dennoch in den meisten Fällen konsumiert werden. Geschmacklich kann er sich dann allerdings bereits deutlich von einem frischeren Kaffee unterscheiden. Ist hingegen Feuchtigkeit an den Kaffee gelangt, die zu Schimmelbildung oder einem muffigen Geruch führt, sollte der Kaffee nicht mehr verwendet werden.
Entdecken Sie die Kaffeevielfalt von KBK und finden Sie den Kaffee, der zu Ihrem Geschmack und Ihrer bevorzugten Zubereitung passt. Bei Fragen zur Auswahl, Röstung oder Aufbewahrung beraten wir Sie gern persönlich.
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